Projektwoche

Oberschule Varel – Juni 2017

Im Rahmen einer Projektwoche wollten wir mit Schülern der Oberschule Varel ein Segelflug-zeug bauen. Aber welches Modell sollten wir nehmen? Die Wahl fiel letztendlich auf den „Innovation“ der Firma Höllein.

Und warum gerade den? Er lässt sich in einer Woche bauen, hat mit einer Spannweite von 125cm schon eine ansprechende Größe und ist hervorragend vorbereitet. Der Bausatz ist komplett und die Holzbauteile sind sehr sauber gelasert, sodass der Bau zügig voran gehen kann. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit das Modell als Segler zu bauen und trotzdem schon alle konstruktiven Vorbereitungen zu treffen, um später einfach einen Motor nach-zurüsten.

 

Vielen Dank an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung der Firma Höllein.

 

Am 13. Juni ging es endlich los. Es hatten sich zwölf Teilnehmer für unser Projekt entschieden und es sollten 7 Flugzeuge gebaut werden. Begonnen wurde mit der Verteilung der Bau-sätze und Werkzeuge. Anschließend folgten „Vorübungen“, wie Schneiden von Balsaholz

 

und die Anwendung verschiedener Klebstoffe für verschiedene Klebeaufgaben.

 

Dann ging es los. Die Bausätze und Werkzeuge wurden verteilt. Nachdem wir uns den Inhalt der Bausätze näher angesehen hatten, konnten die Arbeitsplätze eingerichtet werden. Als Baubretter nutzten wir 3cm dicke Styrodur-Platten. Die sind formstabil und preiswert, Nadeln lassen sich gut einstechen, und trotz-dem bieten sie den notwendigen Halt. Die aufgespannten Baupläne in Originalgröße deckten wir mit Frischhaltefolie ab, sodass sie nicht in Kontakt mit Klebstoffen kommen konnten.


Nach und nach entstanden die einzelnen Baugruppen (Rumpf, Leitwerke und Trag-flächenteile). Am dritten Tag konnte man schon erkennen, was sich da entwickelte.

 

Da der Bausatz als sogenanntes „Höllein Puzzle“ ausgelegt ist, d. h. die einzelnen Holzteile werden über Zapfen und Schlitze einfach ausgerichtet, ging der Bau schnell voran, und es boten sich kaum Möglichkeiten etwas falsch zu machen – Anfänger tauglich.


Den vorderen Rumpfabschluss bildet ein Spinner, der aus mehreren Lagen Balsaholz, zentriert auf einem Schaschlickspieß, entsteht. Die Übergänge zwischen den einzelnen Balsaholzlagen wurden auf einer Drehbank beigeschliffen. Der Spinner wurde mit einer Schraube an dem Motorspannt befestigt. So kann der Spinner gegebenenfalls leicht ab-genommen und dafür ein Motor eingebaut werden.

 

Die drei Teile der Tragflächen wurden in einer Helling zusammengefügt.

 

Nach Abschluss der Holzarbeiten wurden die Modelle zweimal mit Schnellschleifgrund (CLOU G1) mit einem Zwischenschliff mit 400er Schleifpapier gestrichen, und damit unempfind-lich gegen Feuchtigkeit gemacht.

 

Jetzt kam der Einbau der Steuerung an die Reihe. Da der Innovation nur über Seite und Höhe gesteuert wird, müssen nur zwei 5g Servos und die notwendigen Anlenkungen eingebaut werden. Die Ruderhörner liegen dem Bausatz als GFK-Teile bei. Abweichend von der Bauanleitung haben wir die Drähte an den Ruderflächen mit Minigestängeanschlüssen angeschlagen. Das ist erheblich wartungs-freundlicher als eine Z-Biegung in diesem Bereich.

 

Damit war die Bauphase aller sieben Modelle beendet.

 

Für den anstehenden Erstflug wurden die Modelle mit einem Empfänger und einem zugehörigen Akku ausgerüstet. Anschließend musste noch der Schwerpunkt durch Verschieben des Akkus abgestimmt werden. Als „Modellflugplatz“ durften wir den zur Schule gehörenden Sportplatz nutzen.


Bevor die Modelle in die Luft gingen, wurden aber noch Fotos geschossen, nur für den Fall der Fälle …. Aber alle Innovations flogen auf Anhieb. Zunächst wurden die Modelle einfach von einer leichten Anhöhe geworfen. Später konnten die Teilnehmer den Start mit einem Hochstartgummiseil erleben. Den Abschluss bildete der Flug eines mit einem Motor ausgerüsteten Modells.

 

Am letzten Tag der Projektwoche konnten Eltern und Interessierte die Flieger im Werkraum bestaunen. Fliegen lassen konnten wir die Flugzeuge wegen des starken Windes leider nicht. Das wäre für die Modelle, die ein Abfluggewicht von nur ca. 240g haben, zu viel gewesen.


Und zum Abschluss noch ein Foto mit allen Teilnehmern, Helfern und natürlich den Modellen.

Ein Flugvideo vom Innovation könnt ihr sehen unter:

https://www.youtube.com/watch?v=T4CEMRAmyd0